Mittwoch, 23. November 2016

Atlas, Halt Mal

Mein Rucksack, voll mit 'ner Ladung
Schuld und auch Sühne,
Manchmal fehlt einem der Text im Alltag
Und auf des Lebens Bühne.

Doch der Zufall und das Schicksal,
Packen da viel mehr noch rein,
Und bevor mir ne Bandscheibe noch vorfällt,
Bevor ich breche von der Last  noch  ein:

Atlas, halt mal,
Auf deinem Rücken ist doch Platz,
Komm Atlas, nimm mal,
Du bist doch sonst so ein Schatz.

Und er legt es echt auf seinen Nacken,
Er fällt schon wieder darauf rein,
Der Sündenbock hat wunden Rücken,
Doch mein Problem soll's nicht mehr sein.

Atlas, komm halt durch!
Ich nehm' die Last auch gern zurück,
Aber spinnst du? Doch nicht gleich alles auf einmal.
Immer nur so Stück für Stück.

Warum schaust du so versteinert?
Du hast schon Falten wie Gebirge,
Du kannst dir ruhig sicher sein,
Dass ich auch gern für dich mal bürge.

Doch nun heißt es, zu regeln, was zu regeln ist,
Die Schwerelosigkeit neu zu genießen,
Sich etwas aufbinden zu lassen
Und neue Verträge abzuschließen.

Und was passiert Ende?
Es packen mich 2 von-der-Last-beschwielte Hände,
Und reißen mich unter die Altlast alter Tage,
Es zu ertragen oder zu versagen ist die Frage...