Unterwegs auf den Reisen Richtung Alter
gibt es keine Karten
Doch auch wenn man sich verfährt, wie ich
ist es schlauer weiterzufahren, als zu warten
Und so trifft man unterwegs,
Frauen mit Schnauzbart, aber auch manch blonden Engel
gute Freunde, harte Kerle
und einen Haufen frecher Bengel.
Nur heute ist mir nicht
nach vielen Freunden und großen Runden
ich hab in einer Bar im Hinterland
doch tatsächlich ein gutes Gespräch gefunden.
Ein Mann mit Glatze,
spendierte mir einen Drink
Ich fragte ihn, als ich mich umsah,
ob die Leute hier Alternative sind.
Er hatte seine eigene Meinung zu Tatoos,
und erzählte mir, er bilde sich ein
dass er mit dem Schulterkreuz geboren sei,
und eine Nadel stoch es frei.
Sodass Tätowierer keine Künstler sind,
wie sie selber behaupten,
sondern Handwerker, mit Werkzeugen,
die dir "Befreiung" verkaufen.
"Wir alle sind verziert geboren,
Deine Hautfarbe ist nur Verkleidung,
In den Studios entwickelt sich Persönlichkeit,
jedes Werk gehört in die Zeitung!"
"Sehr philosophisch, Junge"
sage ich, wir stoßen an.
"klingt, als wenn man das
auf Jegliches beziehen kann."
"Ja", er nickte mir zu.
"Wie bei deinem Lieblingslied,
dass schon in dir schlummerte
bevor eine Band es schrieb.
Dass es dich findet,
mach dir gar keine Sorgen,
Da kommen viele Lieder,
neue Tatoos, morgen,
Und alle sind ein Teil von dir,
egal wie ein Anderer sie findet.
Unter seiner Haut sieht es ganz anders aus,
Doch das wird er niemals wissen, wie erblindet,
duscht jeden Tag
seine blanke Haut,
Jeden Tag, sein Spiegelbild zu sehen, muss sein,
wie wenn man 80 Jahre lang den selben Kaugummi kaut.
- Ein schlechter Vergleich"
Und wir fangen an zu lachen,
doch es war auch spät am Abend
Und ich muss mich auf den Heimweg machen.
Und dieser führt gerade aus, sehen wir wohin.
Vielleicht in ein Tattoo-Studio, vielleicht in die Arme einer Frau
Vielleicht sollte ich mal unter meine Haut sehen,
und werd' dann daraus schlau.