Sie sind nach uns auf der Jagd
halten uns auf Trab
sind in der Unterzahl
rezessive Gene
und obwohl wir keine Farbe haben
heben wir uns ab.
Kein Brunftsschrei
kein Ruf nach Hilfe,
mehr ein Ruf nach all den Andern,
nach Meinesgleichen, meinen Seelenverwandten
Denn wir mussten schnell sein,
wenn sie ihre Armbrust spannten.
Mein Revier ist markiert.
Setzt keinen Fuß in mein Waldgebiet!
Wenn du für unser Fell oder für Fleisch
hier herkommst,
solltest du wissen, was mit dir geschieht...
Mein Geweih, wie eine Krone
es ist auch eine Waffe, ein Teil von mir
es schützt mich, es stärkt mich,
Am wichtigsten ist,
es hebt mich ab von dir.
Und dieses dunkle Fell-
bin kaum zu sehen, wenn ich mich nicht bewege,
man erkennt nur leicht
die Wolken Atems aus meinen Nüstern,
In der frühen Morgensonne
lauf ich die letzten Runden duchs Gehege.
Ich bin der König des Waldes,
ein Löwe im dichten Holz,
Unterm Hufe ein Fressfeind,
Mein Herz schlägt vor Stolz.
Doch da vergiften die Bäche,
der Regen wird sauer.
Es sind kaum noch Kleintiere in dem Boden hier,
und die Hälfte des Territoriums
gehört einem Bauer.
Was nützt es schon,
ein seltener König zu sein,
und über ein Gebiet zu regieren?
Wenn sich alles hier permament erwärmt,
und Arten aufhören, zu existieren.
Ich bin der König des Waldes,
ein Löwe im dichten Holz,
Unterm Hufe ein Fressfeind,
Mein Herz schlägt vor Stolz.